Sicherheit, Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz

Für die Ausstattung der Polizei mit Personal, Technik und Gebäuden ist das Land Sachsen-Anhalt zuständig.

Unser Landkreis hat aber auch viele Aufgaben im Bereich Sicherheit, insbesondere beim Brandschutz, Rettungswesen und Katastrophenschutz. Viele Menschen engagieren sich ehrenamtlich bei Feuerwehr, THW, DRK, den Johannitern, den Maltesern usw. und leisten so einen unbezahlbaren Beitrag für unsere Gemeinschaft.

Mein Ziel ist es die Vernetzung dieser Organisationen weiter auszubauen, was aufgrund des demografischen Wandels und damit einhergehenden rückläufigen Mitgliederzahlen dringend geboten ist.

Die Ausstattung der Feuerwehren im Landkreis entspricht oft nicht mehr den heutigen Anforderungen, weil es den Kommunen an Geld fehlt. Hier muss das Land Sachsen-Anhalt in die Pflicht genommen werden. Vom Bund bereitgestellte Mittel dürfen nicht an den Händen der Landespolitiker kleben bleiben. Die Lehrgangskapazität des Landes für Mitglieder der Feuerwehren ist zu erhöhen.

Wir leben in Zeiten, in welchen Respekt und Achtung gegenüber Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungssanitätern in Teilen der Bevölkerung nicht mehr vorhanden ist. Da hilft keine Betroffenheit, sondern nur die konsequente Anwendung geltender Gesetze.

Sicherheit

Die Sicherheitslage und das Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger hat sich in letzter Zeit entscheidend verändert.

Ursächlich sind die Terroranschläge in Europa, die Zuwanderung von Flüchtlingen sowie die Zunahme von Straftaten gegen das Eigentum.

Die Kriminalität im Landkreis gilt es durch geeignete Maßnahmen, wie Aufklärung und Sensibilisierung, zu verringern. Die kommunale Kriminalprävention in Zusammenarbeit mit den Regionalbereichsbeamten der Polizei auszubauen, um so die Sicherheit der Menschen zu verbessern - dafür trete ich ein.

Denn Sicherheit beeinflusst nicht nur die Lebensqualität eines Jeden, sondern auch das Image und den Ruf eines Standortes sehr gravierend. Sicherheit ist für Städte und Gemeinden nicht nur ein Standort- und Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein zentraler Faktor für Wohnzufriedenheit.

Gefahrenabwehr

Haben Sie eine Vorstellung davon, was es bedeutet, wenn Lebensmittel und Trinkwasser nicht jederzeit verfügbar sind, ein flächendeckender Stromausfall alles lahmlegt oder starker Schneefall die Versorgung von Geschäften unmöglich macht?

Wie lange könnten Sie in Ihrer Wohnung, Ihrem Haus ohne Hilfe von außen bei Minusgraden überleben?

Ich finde es wichtig, die Menschen für solche Gefahren zu sensibilisieren und dabei insbesondere auf Selbstschutz zu setzen. So wie es selbstverständlich sein sollte, einen Rauchmelder im Haus zu haben, um im Brandfall rechtzeitig reagieren zu können, so sollte es auch selbstverständlich sein, Wasser und Nahrungsmittel für mehrere Tage im Haus zu haben.

Katastrophenschutz

Ob Pandemie oder Stromausfall, Katastrophen halten sich an keine Stadt- und Gemeindegrenzen. Deshalb ist eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Kommunen und ihren Hilfskräften das A und O, um Ressourcen zu bündeln und den Menschen zu helfen.

Besser gemeinsam-mit Hilfe eines Krisenmanagements möchte ich die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus stärken. Das Herzstück soll eine IT-Plattform sein, über die sich die Organisationen vernetzen und Informationen austauschen können. Mit einem softwarebasierten Training könnten Katastrophenschutzmitarbeiter und freiwillige Helfer künftig besser den Ernstfall trainieren.

Fragen: Wie nutzen wir die Ressourcen effizient? können so gemeinsam beantwortet werden. Auf Basis von 3-D-Geodaten könnten Übungseinsätze simuliert werden. Einsätze in der virtuellen Welt meistern, online diskutieren und so neue Lösungsstrategien für reale Einsätze entwickeln-so könnte es in Zukunft sein.

Der Zivil- und Katastrophenschutz ist Sache des  Landkreises und ich finde die Politik muss sich auf alle erdenklichen Eventualitäten vorbereiten.