Gesundheit, Soziales und Inklusion

Der soziale Zusammenhalt der Menschen in unserem Landkreis ist bedroht-durch immer mehr Familien in Not und wachsende Altersarmut, hervorgerufen durch Tätigkeiten im Niedriglohnbereich.

Arbeiten und trotzdem zum Amt zu müssen, ist für viele Menschen Realität.

Wir brauchen Verlässlichkeit, dass in Zukunft eine medizinische Grundversorgung in allen Teilen unseres Landkreises vorhanden ist.

Eine völlig verfehlte Politik hat dafür gesorgt, dass es in unserem Landkreis mit 173.153 Einwohnern (Stand 2016) in den Krankenhäusern keine Geburtstationen, Kinderstationen und keine Frauenheilkunde mehr gibt. Als Frau und Mutter halte ich das für nicht hinnehmbar. Seit Jahren kommt das Land seinen Verpflichtungen nicht nach, Gelder für Krankenhausinvestitionen werden nicht in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt.

Und Inklusion, neulich stand es in der Zeitung, der Kultusminister (CDU) unseres Landes hält sie für eine "Idee aus dem Elfenbeinturm". Ich denke, bei den Themen Gesundheit, Soziales und Inklusion ist in unserem Landkreis noch sehr viel Luft nach oben.

Gesundheit

Der Erhalt und der nachhaltige Ausbau der Gesundheitsversorgung im Landkreis Börde ist eines meiner zentralen Themen.

Für die Krankenhäuser in der Region haben wir eine besondere Verantwortung.

Wie in vielen ländlichen Gegenden fehlen auch in unserem Heimatlandkreis Haus- und Fachärzte. Eine Lage, die sich in Zukunft verschärfen wird, wenn nicht Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Der Landkreis könnte zusammen mit niedergelassenen Medizinern und der Kassenärztlichen Vereinigung beispielsweise mit einer Internetseite um junge Ärzte werben, und Landärztinnen und Landärzte willkommen heißen im Angebot: ein Weiterbildungspaket, zu welchem Mentoring und Hospitanzen gehören, sowie ein Willkommensservice mit Angeboten zur Kinderbetreuung und zum Wohnen.

Soziales

Der demografische Wandel mit den stetig älter werdenden Menschen wird auch unseren Landkreis vor große Herausforderungen stellen.

Jahrelang hieß es, wir werden zwar immer älter, aber gleichzeitig immer weniger Menschen sein. Das trifft auf einige Regionen in unserem Landkreis zu, auf andere aber nicht. Im Speckgürtel von Magdeburg entlang der Autobahn und in der Kreisstadt gibt es wieder mehr Nachwuchs. Dort ist die Bevölkerungszahl um ca. 20% gewachsen, während sie in anderen Regionen um ca. 20% geschrumpft ist.

Unsere soziale Infrastruktur müssen wir an diese Gegebenheiten anpassen. Und das geht nur auf Basis von aktuellem Zahlenmaterial. Als Stadträtin habe ich alle städtischen Einrichtungen und alle Ortsteile besucht. Ich wollte erfahren, worüber ich entscheide. Entscheidungen treffen und dafür Verantwortung übernehmen, das ist nur möglich, wenn man die Situation vor Ort kennt.

Inklusion

Am Umgang mit ihren schwächsten Mitgliedern erkennt man die Kultur einer Gesellschaft. Dabei geht es um diejenigen, die anders sind.

Wir tun uns schwer mit der Inklusion von Armen, Behinderten und sexuell anders orientierten Menschen, von Alten, Kranken und Kindern.

Es geht darum, in der Mitte der Gesellschaft zu leben. Unabhängig von Alter oder Krankheit, im Heimatort bleiben zu können.

Sein Leben zu führen selbstbestimmt und in Würde.

Ich finde es wichtig, bei zukünftigen Bauvorhaben der öffentlichen Hand die Belange der Inklusion zu berücksichtigen. Als Bauausschussvorsitzende der Kreisstadt arbeite ich deshalb im Netzwerk „Inklusiv Leben im Landkreis Börde" mit.