Nachhaltigkeit, Natur und Wohnen

Für mich ist es wichtig, bei der Stadtentwicklung darauf zu achten, im Einklang mit der Natur die besten Lösungen zu finden. Unsere Heimatstadt muss sich weiterentwickeln, um für die Menschen, die Unternehmen und unsere Gäste attraktiver zu werden.

 

Mit dem Beitritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt" sind wir den Schritt in die richtige Richtung gegangen. Ziel ist es, unsere Stadt grüner zu machen und die Bürgerinnen und Bürger in die Umsetzung einzubeziehen.

 

Stadtgrün ist ein essentieller Beitrag zur Daseinsvorsorge, dieser ist für „das gute Leben" in unserer Stadt ebenso wichtig wie die technische und soziale Infrastruktur. Ich wünsche mir für Haldensleben mehr und schöneres Stadtgrün mit Stauden und Gräsern.

 

Während bester Bördeboden neu erschlossen und bebaut wurde, gibt es innerorts Leerstand und Industriebrachen. Deshalb werde ich mich für eine Bebauungsplanung stark machen, bei der Nachverdichtung und das Schließen von Lücken bevorzugte Mittel sind, um den Flächenverbrauch und seine Folgen zu vermeiden.

Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche des Lebens und ist die Antwort auf die großen Fragen unserer Zeit.

Die Natur ist Quelle und Ort allen Lebens und sie trägt mit allen Facetten zur Lebensfreude und zur Erfüllung unserer Bedürfnisse bei. Ständig steigende Ansprüche der Menschen, in Verbindung mit ihrer großen Zahl, führen zu einer Konkurrenz um die, nicht unendlich verfügbaren natürlichen Ressourcen. Die damit verbundenen erheblichen Umwelt- und Gesundheitsbelastungen gefährden den Wohlstand unserer Generation und sie gefährden die Existenz- und Lebensgrundlage unserer Kinder und Enkel.

 

Eine lebenswerte Umwelt und der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen sind das Fundament für die nachhaltige Entwicklung unserer Heimat.

 

Zu den vertrauten und gewohnten Arbeits- und Lebensweisen, Bauformen und Stadtstrukturen gibt es Alternativen, die lebenswert und reizvoll sind. Bei Betrachtung dieser Alternativen wird deutlich, welch erstaunlich großen Spielraum wir haben, unsere Bedürfnisse auf einem sehr hohen Niveau und mit einem erheblich geringeren Verbrauch an natürlichen Ressourcen zu befriedigen.

Natur ist unsere Lebensgrundlage. Diese ist zu schützen und zu erhalten, damit auch unsere Kinder und Enkel sie erfahren und erleben können.

Erinnern Sie sich an die Landschaften Ihrer Kindheit? Sie waren voller Leben. Frösche, Kröten, Eidechsen, Blumenwiesen mit Schmetterlingen und zu hören waren viele verschiedene Vogelstimmen. Insekten massenhaft, Wildblumen in allen Farben. Und heute?

 

Millionen Liter ausgebrachter Jauche und Gülle auf Wiesen, Weiden und Äckern belasten das Trinkwasser, welches immer aufwendiger aufbereitet werden muss und somit für die Menschen immer teurer wird.

 

Der Erhalt und die Pflege unserer Natur- und Landschaftsschutzgebiete sowie der Biotope liegt mir deshalb besonders am Herzen.

 

Unser wichtigstes Gut ist eine intakte Natur. Vor jeder Entscheidung ist deshalb abzuwägen, welche Auswirkungen das Projekt auf die Natur hat. Der Flächennutzungsplan ist das hierfür geeignete Arbeitsmittel. Durch ihn werden die zukünftigen Entwicklungen in unserer Stadt geregelt. Veränderungen sind mit den hier lebenden Menschen zu diskutieren, denn es geht um ihre Heimat.

Wohnen muss einer ländlichen und nachhaltigen Stadt gerecht werden.

Der Architekt Manfred Hegger sagte folgendes: „Die Aufgabe ist keine geringere, als die materielle Grundlage unserer Zivilisation umzugestalten. Die große Barriere liegt in unseren Köpfen – wir können uns eine nachhaltige Zukunft, nachhaltiges Bauen für die Zukunft noch nicht vorstellen. Auf einem Planeten mit viel Armut ist der Mangel an Vorstellungskraft die größte Armut.“

 

In Zukunft stellt sich die Frage „In welcher gebauten (Um)Welt wollen wir leben?“.

 

Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet, eine Revitalisierung der Industriebrachen sowie Nachverdichtung und das Schließen von Lücken. Auf zusätzlichen, meist qualitativen Flächenbedarf für neues Wohnen und für weitere Gewerbeansiedlungen muss reagiert werden. Es sind kleine Baugebiete in den Ortsteilen, möglichst in der Nähe des Ortskerns auszuweisen.

 

Auf die Weiterentwicklung von blauer und grüner Infrastruktur in Form von Erhaltung, Weiterentwicklung und Qualifizierung urbaner Grün- und Freiräume ist besonderes Augenmerk zu lenken. Die Aufgabe ist, all das konzeptionell zusammenzuführen.

 

Unsere zukünftigen gemeinsamem Aufgaben sind folgende: Entwicklung einer Altbaumobilisierungsstrategie, Flächenmobilisierung im Bestand, Erarbeitung eines Konzepts zur Baulandentwicklung mit Fokus auf Erweiterungsflächen für den Wohnungsbau, Entwicklung und Bereitstellung von Wohnraum für Familien, auch von gemeinschaftlich orientierten, alternativen Wohnformen sowie Schaffung zusätzlicher Angebote für Seniorenwohnen.