Gemeinschaft, Gesundheit und Soziales

Der soziale Zusammenhalt der Menschen in unserer Stadt ist bedroht-durch immer mehr Familien in Not und wachsende Altersarmut, hervorgerufen durch Tätigkeiten im Niedriglohnbereich.

Arbeiten und trotzdem zum Amt zu müssen, ist für viele Menschen Realität. Wichtig ist es, das ALLE Menschen der Stadtgemeinschaft am sozialen Leben teilhaben können. Aus diesem Grund werde ich mich für einen Kultur- und Sozialpass in meiner Heimatstadt einsetzen.

 

Wir brauchen Verlässlichkeit, dass in Zukunft eine medizinische Grundversorgung in der Kreisstadt Haldensleben vorhanden ist.

Eine völlig verfehlte Politik hat dafür gesorgt, dass es in unserem Landkreis in den Krankenhäusern keine Geburtsstationen, Kinderstationen und keine Frauenheilkunde mehr gibt. Als Frau und Mutter halte ich das für nicht hinnehmbar. Seit Jahren kommt das Land seinen Verpflichtungen nicht mehr nach. Gelder für Krankenhausinvestitionen werden nicht in ausreichender Höhe zur Verfügung gestellt.

 

Bei den Themen Gemeinschaft, Gesundheit und Soziales ist in unserer Stadt noch sehr viel Luft nach oben.

Gemeinschaft bedeutet, die Erfahrung der älteren Generation und die Dynamik der Jugend stehen für den gemeinsamen Erfolg.

Am Umgang mit ihren schwächsten Mitgliedern erkennt man die Kultur einer Gesellschaft. Dabei geht es um diejenigen, die anders sind. Wir tun uns schwer mit der Inklusion von Armen, Behinderten und sexuell anders orientierten Menschen, von Alten, Kranken und Kindern. Es geht darum, in der Mitte der Gesellschaft zu leben. Unabhängig von Alter oder Krankheit, im Heimatort bleiben zu können. Sein Leben zu führen, selbst bestimmt und in Würde.

 

Ich finde es wichtig, bei zukünftigen Bauvorhaben der öffentlichen Hand in unserer Heimatstadt die Belange der gesamten Stadtgemeinschaft zu berücksichtigen. 

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es, die Gemeinschaft zwischen Jung und Alt mit Hilfe von Mehrgenerationenprojekten zu stärken. Die Erfahrungen der älteren Generation und die Dynamik der Jugend stehen dabei für den Erfolg einer gemeinsamen Gesellschaft. Ich würde dabei gern eine Idee aus Süplingen aufgreifen - Einrichtung einer Selbsthilfewerkstatt.

 

Als begeisterte Gärtnerin weiß ich, dass man aus den Erfahrungen der Älteren sehr viel lernen kann. Die Stadt gehört ALLEN, deshalb werde ich es unterstützen Gemeinschaftsgärten auf öffentlichen Grünflächen anzulegen.

Gesundheitsversorgung in der Kreisstadt Haldensleben ist eines meiner zentralen Themen.

Der Erhalt und der nachhaltige Ausbau der Gesundheitsversorgung in der Kreisstadt Haldensleben ist eines meiner zentralen Themen.

Wie in vielen ländlichen Gegenden fehlen auch in unserer Heimatstadt Haus- und Fachärzte. Eine Lage, die sich in Zukunft verschärfen wird, wenn nicht Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

 

Haldensleben könnte zusammen mit niedergelassenen Medizinern und der Kassenärztlichen Vereinigung beispielsweise mit einer Internetseite um junge Ärzte werben, und diese willkommen heißen im Angebot: ein Weiterbildungspaket, zu welchem Mentoring und Hospitanzen gehören, sowie ein Willkommensservice mit Angeboten zur Kinderbetreuung und zum Wohnen. In einem medizinischen Versorgungszentrum, könnten Facharztpraxen in stark nachgefragten Fachrichtungen gefördert werden.

 

Bei den Menschen gibt es ein tiefes Bedürfnis nach guter medizinischer Versorgung in erreichbarer Nähe. Die Krankenhausplanung dient der Sicherstellung dieser Daseinsvorsorge, deshalb ist es notwendig, statt einer Grundversorgung eine Regelversorgung in der Fläche wie folgt neu zu definieren: Ein Krankenhaus der Regelversorgung muss zwingend folgende Fachabteilungen vorhalten: Innere Medizin, Chirurgie, Anästhesiologie und Intensivmedizin, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Orthopädie und Unfallchirurgie, Pädiatrie, Neurologie, Geriatrie, Urologie, HNO und Psychiatrie.

Die Zuständigkeit für die Krankenhausversorgung liegt beim Land - wir als Kreisstadt müssen diese Forderung dem Land unmissverständlich kundtun.

Soziales bedeutet Lebensbedingungen verbessern und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten.

Jahrelang hieß es, wir werden zwar immer älter, aber gleichzeitig immer weniger Menschen sein. Das trifft auf Haldensleben aber nicht in so großem Umfang zu. In Haldensleben gibt es Nachwuchs und auch Zuzug von jungen Familien. 

 

Als Stadträtin habe ich alle städtischen Einrichtungen und alle Ortsteile besucht. Ich wollte erfahren, worüber ich entscheide. Entscheidungen treffen und dafür Verantwortung übernehmen, das ist nur möglich, wenn man die Situation vor Ort kennt.

 

Der demografische Wandel mit den stetig älter werdenden Menschen wird auch unsere Heimatstadt vor große Herausforderungen stellen. 

Kalendarisches Alter darf kein Argument für die Vorenthaltung von sozialen Teilhabemöglichkeiten sein.

 

Für Problemstellungen des täglichen Lebens existieren zahlreiche digitale Services. Viele Menschen können diese nicht adäquat nutzen, da ihnen die erforderlichen Zugangsmöglichkeiten oder das Wissen zu deren Nutzung fehlen. Eine Ratgeber Plattform, welche Technik mit einem Chat-Service zu einem menschlichen Ratgeber kombiniert incl. einer Telefonhotline wäre ein Ansatz, der auch Menschen Hilfestellung bieten könnte, die ansonsten Zugangsschwierigkeiten haben. Eine entsprechende Ideen- und Hilfsplattform kann zur Teilhabe beitragen.