Bildung, Digitalisierung und Innovation

Mehr denn je sind wir aufeinander angewiesen. Isoliert voneinander werden wir unser Wohlergehen und den erreichten Wohlstand in unserer Heimatstadt nicht mehr sichern.

 

Um in Zukunft erfolgreich zu sein, müssen wir starke Netzwerke schaffen, uns füreinander engagieren und gemeinsam bessere Lösungen finden.

 

Das Wunderbare dabei: Die Ideen und Innovationen, die in unseren Köpfen und Herzen sind, schwinden nicht, sie vermehren sich, wenn wir sie mit anderen teilen und sie nutzen.

Bildung eröffnet Teilhabechancen, die Investition in Bildung bringt die höchste Rendite.

Keine einzige gesellschaftliche Herausforderung ist lösbar, wenn Menschen, die etwas ändern könnten, kein Interesse zeigen.

Bildung muss Menschen das Wissen vermitteln, welches sie befähigt selbst die Problemlösung zu übernehmen.

 

Wir benötigen Wissen, kreative Ideen, Visionen und den Mut für Veränderungen. Dafür sollten wir unser Bildungssystem so ausrichten, dass Kinder, Jugendliche und Erwachsene das Wissen und die Fähigkeiten erwerben, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.

 

Wichtige übergreifende Bildungsthemen sind für mich Menschenrechte, Frieden und Gewaltlosigkeit, die Wertschätzung unserer Kultur und Heimat sowie die Nachhaltigkeit. Ich wünsche mir Bildung, die die Menschen befähigt, politische, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Veränderungen mitzugestalten, eine Bildung, die Menschen zu zukunftsfähigem und nachhaltigem Denken und Handeln befähigt.

 

Ich denke, wenn Menschen ihre Potenziale voll entfalten können und etwas tun, was ihren Fähigkeiten entspricht, dann führt das zu Innovationskraft und Wohlstand.

 

Bildung fängt bei unseren Kleinsten an. Die Stadt Haldensleben ist zuständig für KITAs und Grundschulen. Die Sanierung der KITA Max und Moritz und der KITA Neubau im OT Hundisburg haben für mich deshalb Priorität. Auch bei den KITAs Märchenburg, St. Marien, Zwergenhaus, St. Johannes und Birkenwäldchen besteht mittelfristiger Handlungsbedarf.

Digitalisierung sehe ich als eine große Chance, sie kann aber den direkten menschlichen Kontakt nicht ersetzen.

„Mit der Digitalisierung ist es wie mit allen Veränderungen: Es gibt Gewinner und Verlierer. Alle Technologien, die schneller, besser und/oder günstiger waren, haben sich in Wirtschaft und Gesellschaft durchgesetzt und die, bis dahin gültigen Regeln und Strukturen verändert: das Rad, die Dampfmaschine, das Radio, das Auto. Heute sind es das Internet und die damit verbundenen digitalen Technologien, die die bisher bestehende Ordnung umwälzen. Wir brauchen den Mut und die konsequente Haltung, diesen digitalen Wandel als wesentliche Veränderung zu akzeptieren- und sie endlich als zentrale gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Aufgabe zu sehen." 

Zitat von Prof. Tobias Kollmann, Uni Duisburg-Essen.

 

Kommunen stehen vor der Herausforderung, die fortschreitende Digitalisierung im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung strategisch und am Gemeinwohl ausgerichtet zu gestalten. Insbesondere die unter dem Oberbegriff Internet of Things (IoT) stehende Vernetzung von Objekten und deren Kommunikation umfasst unterschiedliche Instrumente und Technologien, welche neue Chancen bieten, auf diese Herausforderung einzugehen.  

 

Smart City ist eine Umsetzungsstrategie der Neuen Leipzig-Charta und zwar mittels digitaler Lösungen - besser finde ich den Begriff "kluge Kleinstadt".

 

Ich bin mir sicher, dass der digitale Wandel auch das Leben in unserer Heimatstadt entscheidend verändern wird. Die digitale Infrastruktur wird zum Grundbedürfnis und damit Bestandteil der Daseinsvorsorge.

 

Die Stadt Haldensleben, eine Modellstadt der Digitalisierung, die wunderbaren Seiten unserer ländlichen Heimat mit moderner Technologie verknüpfen, jeden Stadtteil zu einem lebenswerten Ort machen, gemeinsam geht das einfach besser.

 

Technik muss der Umwelt und den Menschen dienen und nicht umgekehrt. Deshalb ist es wichtig, dass die Lösungen nicht von Technikkonzernen betrieben werden, sondern die Stadtgesellschaft Prioritäten setzt und nach Lösungen sucht. Ich wünsche mir deshalb eine Bürgerbefragung zum Thema: Welche städtischen Dienstleistungen sollen in Zukunft digitalisiert werden?

Innovation bedeutet über Grenzen hinweg denken und gemeinsam Hindernisse aus dem Weg räumen.

Wie wollen wir in Zukunft gemeinsam leben?

Wie können wir das Gemeinwohl in der Gesellschaft sichern bzw. besser machen?

 

Hier sind sie gefragt, die guten Ideen, die gesellschaftliche Innovationen vorantreiben. Es geht darum Probleme zu erkennen, etwas in Frage zu stellen, um dann durch kluges Um- und Zusammendenken gemeinsam neue, bessere Lösungen zu finden. Das erfordert viel Einfallsreichtum und oft auch langen Atem.

 

Aber es gibt sie, die vielen guten Lösungen, die sich finden lassen, wenn man sich gemeinsam engagiert. Überall dort, wo wir offen sind für Neues, über die Grenzen hinweg denken und gemeinsam Hindernisse aus dem Weg schaffen, gedeihen Innovation und Fortschritt.

 

Die Projektidee: Nach dem Studium nach Haldensleben!

Der Bereich Wirtschaftsförderung koordiniert und fördert die Kooperation von verschiedenen Universitäten und Hochschulen mit lokalen Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen unter Einbeziehung des Innovations- und Gründerzentrums in Haldensleben. Während ihrer Praktika arbeiten Studierende interdisziplinär in verschiedensten Projekten. So können interessante Themen in Bachelor- und Masterarbeiten ausgelotet werden. Ziel ist es, Studierende sowie Absolventinnen und Absolventen für das Leben in Haldensleben zu begeistern.

 

Die in Haldensleben ansässigen Großunternehmen sind in Forschung und Entwicklung äußerst aktiv und betreiben eigene Entwicklungsabteilungen.

 

Die Förderung für das Innovationszentrum in Olln läuft 2023 aus. Hier sind neue Ideen und Konzepte gefragt. Mein Vorschlag ist: die Reorganisation des Innovations- und Gründerzentrums mit den Schwerpunkten Innovation im Handwerk und Kreativwirtschaft. 

In Zusammenarbeit mit dem 2017 ins Leben gerufenen Digitalisierungszentrum Haldensleben, welches die drei Leitziele: Zukunftsfeste Kommune, Zukunftsfester Wirtschaftsstandort und Zukunftsfester Lebensraum auf der Agenda hat, können so digitale und innovative Projekte auch in kleinen Handwerksbetrieben umgesetzt werden.